Familie Rohrmoser
Reindlschmiede 8
83670 Bad Heilbrunn

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Die Reindlschmiede in Bad Heilbrunn im Tölzer Land serviert bayerische Spezialitäten aus der eigenen Metzgerei
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Im Herzen des Tölzer Landes liegt der Landgasthof Reindlschmiede in Bad Heilbrunn
Im Wandel der Zeit: Von der Reindlschmittn zur modernen Reindlschmiede

Mitten im Grünen liegt der Landgasthof Reindlschmiede. Ein wenig zurückversetzt an der Bundesstraße 11, bot er Händlern und Reisenden von jeher einen willkommenen Aufenthalt. Als Mittelpunkt gesellschaftlichen Lebens gilt er den Einheimischen früher wie heut.

Bereits vor 350 Jahren wurde die Reindlschmiede erstmals urkundlich erwähnt. Als kleine Schwaige und Handwerksbetrieb unterstand sie, wie mehr oder weniger alles in der Region, in allgemeiner Abhängigkeit dem Kloster in Benediktbeuern.

Eine Schmiede in alter Zeit. Genug Arbeit gab es schon wegen der umliegenden Klostergüter. Händler und Reisende sowie die Boten aller möglichen Herrschaften und etwas später die im Auftrag der Post zogen hier vorbei.

Und so wurde die Reindlschmiede mit der Zeit nicht nur zum Treffplatz, sondern auch zum Umschlagplatz neuester Nachrichten.

Eine bessere Lage als diese konnte man sich für einen Handwerksbetrieb nicht wünschen ... und für eine Wirtschaft auch, dachte sich wohl der Schmiedemeister Sebastian Gerold.

1862 gab er bei der Gemeinde Schönrain um eine "Concession zum Bierausschank" ein.

Wie in einer Dokumentation von Pater Dr. Dr. Leo Weber, SDB des Klosters Benediktbeuern, nachzulesen, habe der Gerold "von der Reindlschmittn" zu Mürnsee das Gesuch mit der zentralen Lage des Hauses begründet: "Boten und andere Fuhrwerke, Reisende und Fremde passieren die Strass, auch die Sicherheitsmannschaft." Ferner würden ihm die Gegenstände verschiedener Gemeinden hinterlegt und die Leute warteten persönlich auf die Boten, um ihnen etwas mitzugeben. Von überall her käme seine Kundschaft zum Beschlagen der Pferde und wegen anderer Geschäfte auch. Da entstünden lange Wartezeiten, sodass man bei ihm oft nach einem Bier verlange.

Kräftig unterstützt wurde sein Anliegen von den Boten aus Benediktbeuern, Iffeldorf und Habach. Die ihrerseits meldeten, dass auf der Waage des Schmiedes alle nach München zu transportierenden Kälber gewogen würden, weswegen die Wartezeiten draußen, vor allem im Winter, einen Aufenthalt in der Reindlschmiede unumgänglich machten.

Dem Antrag wurde stattgegeben. Nicht allein weil der Schmied über einen ausgezeichneten Leumund verfügte, sondern mit 6.000 Gulden auch über einen Batzen Geld.

Darüber hinaus müssen die Oberen dem Durst ihrer Untertanen wohl auch Verständnis entgegengebracht haben. Nur wenige Wochen nach seiner Eingabe erhielt Sebastian Gerold die "Bierschenk Concession als ein längst von der Gemeinde hart gefühltes Bedürfnis".

Wie man sich denken kann, hat der erste Wirt von der Reindlschmiede mit den durstigen Seelen kein schlechtes Geschäft gemacht. Und so suchte er um Erweiterung zu einer Tafernwirtschaft an. Die Volkesstimme wieder im Rücken: Er sei von so vielen Seiten danach angegangen worden und könne dem Drängen nicht länger Widerstand leisten. 1864 wurde ihm vom königlichen Bezirksamt Tölz die persönliche Tafernwirtschafts-Commission erteilt.

Knapp zwanzig Jahre später wurde das Gebäude nochmals erweitert und einem Gasthaus entsprechend umgebaut.

Die Nachfahren des Schmiedemeisters Gerold blieben bis 1902.

Mit Adalbert Weinhardt tauchen danach in kurzer Folge verschiedene Wirte auf. 1935 ist die Münchner Löwenbrauerei Eigentümerin. Ältere Stammgäste, die sich noch gut an früher erinnern, sagen, dass die Reindlschmiede für alle "rundumadum" schon immer der Dreh- und Angelpunkt gesellschaftlichen Lebens gewesen ist. Früher wie heut wurden hier große Familienfeste gefeiert. Egal ob für die Schützen, Freiwillige Feuerwehr oder den Trachtenverein, es ist ein Vereinslokal bis heute geblieben.

1973 übernahmen die Rohrmosers das Haus, zunächst als Pächter und zehn Jahre später als Eigentümer. Inzwischen zum stattlichen Landgasthof durch einen komfortalen Hotelneubau erweitert, kommen neben den Einheimischen auch viele Durchreisende und Urlauber.

Was Speis' und Trank in der Reindlschmiede betrifft, so ist man hier wohlberaten: bodenständige Kost und bayerische Gerichte. Die Wurst und das Fleisch kommen aus der hauseigenen Metzgerei.

Text: Sigrid Hofstetter, Bad Tölz

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